Arten

Unsere Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen nutzen den thermischen Auftrieb. Die heißen Rauchgase strömen über Lüfter im oberen Bereich (am günstigsten im Dach) des Gebäudes ins Freie. Für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, die nach der TRVB S 125 ausgeführt werden müssen, ist zu beachten, dass hier praktisch fast nur Dachlüfter zulässig sind. Durch Öffnungen im unteren Bereich kommt Zuluft nach. Diese unterstützt den thermischen Auftrieb. Ob diese Klappen automatisch geöffnet werden müssen, hängt in der Regel vom Objekt, vom Baubescheid und der abnehmenden Stelle ab. In Stiegenhäusern reicht in der Regel das Öffnen der Eingangstüre durch die Feuerwehr.

 

Mechanische Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Bei mechanischen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen werden die Rauchgase über Ventilatoren am Dach abgesaugt. Um Unterdruck zu vermeiden und um die Luftzirkulation zu gewährleisten, müssen sich hier ebenfalls Zuluftklappen automatisch öffnen.

Druckbelüftungsanlagen

Diese Anlagen für die Rauchfreihaltung von Stiegenhäusern werden bei Objekten eingesetzt, bei denen zu erwarten ist, dass die vorher angeführten Rauch- und Wärmeabzugsanlagen nicht mehr den gewünschten Effekt bringen. Man geht dabei davon aus, dass sich der Brandherd in einer Wohnung befindet. Nun wird im Brandfall über einen Ventilator im Keller- oder im Erdgeschoss Luft eingeblasen. Über ein Fenster oder eine Lichtkuppel mit einem speziellen RWA-Antrieb inklusive der dementsprechenden Steuerung wird ein konstanter Überdruck von 40 bis 50 Pascal erzeugt. Um diesen Überdruck konstant zu halten, ist teilweise auch eine Regelung der Ventilatordrehzahl erforderlich. Der Rauch kann dadurch nicht oder sehr schwer in das Stiegenhaus eindringen. Es müssen hierfür jedoch auch alle Wohnungstüren mit selbstschließenden Türschließern versehen werden. Überdruckbelüftungsanlagen sind technisch sehr aufwendige Anlagen und daher auch dementsprechend kostenintensiv.